Was wirklich zählt im Leben
– von John Strelecky –
Was kannst Du von diesem Buch erwarten?
„In dem Buch „The Big Five for Life“ von John Strelecky wird die Geschichte zweier Männer erzählt die, beginnend mit einer zufälligen Begegnung an einem Bahnsteig und der Frage „Ist heute ein guter Museumstag?“, eine tiefe Freundschaft aufbauen. Der eine der Männer (Joe) ist ein unzufriedener Angestellter, ohne tiefere Vision vom Leben hat er seine Träume zurückgestellt und ist dem tristen Alltag und der Routine erlegen. Der andere Mann dagegen (Thomas), führt ein großes Unternehmen und hat im Laufe seines Lebens viele Ideen und Träume in die Tat umgesetzt und ist zu einer einzigartigen Führungspersönlichkeit herangereift. In seinem Unternehmen ist vieles anders als wir es aus konventionellen Unternehmen kennen. Ein wesentlicher Teil des Buchinhalts beschäftigt sich daher mit der Unternehmenskultur und Psychologie von Führungskräften in Thomas Unternehmen. Falls Du als Führungskraft neue Blickwinkel und Inspirationen aufbauen möchtest, wirst Du in diesem Buch genau das finden. Gleichzeitig beinhaltet die Geschichte von John Strelecky (dem Autor des Buches „Das Café am Rande der Welt“) aber auch zahlreiche großartige Konversationen zwischen den beiden Männern und anderen Gesprächspartnern und erzählt wundervoll lebendig, wie Joe, durch Thomas Inspirationen, ein glücklicheres Leben aufbauen konnte. Wie der Titel schon sagt ist einer der zentralen Aspekte die sogenannten „Big Five“ zu erfüllen. Hierbei handelt es sich um die 5 wesentlichen Dinge, die wir ins unserem Leben erreicht oder gemacht haben müssen um sagen zu können „ja, das war ein erfolgreiches Leben und ich bin glücklich, auch wenn es jetzt vorbei wäre“.
Kannst Du schon behaupten Deine Big Five gefunden zu haben, oder fällt es Dir ebenfalls schwer 5 derartig große Ziele zu definieren? Möchtest Du erfahren wie sich die Big Five auf Dein Privat-/ Berufsleben auswirken können und wie Thomas dieses Wissen erfolgreich in seinem Unternehmen nutzt? Bist Du eine Führungskraft und suchst einen Weg die Produktivität deiner Mitarbeiter signifikant zu erhöhen?
Dann lies weiter und vielleicht, stellst Du nach diesem Buch ebenfalls wildfremden Personen die Museumsfrage, erfüllst Dir Deine Big Five und wächst zu einer erfolgreichen Führungspersönlichkeit heran.
Chancen: Lerne Deine „Big Five for Life“ kennen und verstehe, welch tiefen Auswirkungen diese auf Deine Lebenszufriedenheit und Arbeitsmoral haben können. Lerne eine Methode kennen, die es Dir erlaubt als Führungskraft, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die sich durch hoch motivierte und zufriedene Arbeitnehmer auszeichnet und deutlich höhere Gewinne ermöglicht, verstehe was es mit der Museumsfrage auf sich hat.
(1) Was unterscheidet Thomas Unternehmen von anderen Unternehmen?
In Thomas Unternehmen haben alle Mitarbeiter den gleichen ZDE wie das Unternehmen! Achso, klar! Jetzt verstehe ich wie Thomas das hinbekommt. Danke David! Aber, was ist denn noch gleich ein ZDE und wie bringt Thomas seine Mitarbeiter dazu für Ihn diesen ZDE zu erfüllen? Beim ZDE handelt es sich um den „Zweck der Existenz“ eines jeden von uns. Während in normalen Unternehmen die Mitarbeiter nach Leistung, Erfahrung und Ausbildung ausgewählt werden, erfolgt bei Thomas (1) die Wahl passender Mitarbeiter durch deren Big Five. Erst wenn Du selbst für die Unternehmung und deren Ziele brennst und in deiner Arbeit eine Möglichkeit hast deinen Zweck der Existenz zu erfüllen, wirst Du eingestellt.
Zitat:
„Es gehört zu den eigenartigsten Dingen im Leben, das wir glauben unsterblich zu sein. Wir denken wir könnten Dinge verschieben, weil wir immer noch Zeit und Gelegenheit dazu haben werden„
John Strelecky
Kennst Du einen (oder bist Du einer) dieser Menschen, die gerne Dinge sortieren, strukturieren und Spaß daran haben mit Zahlen zu rechnen? Solche Persönlichkeiten können bspw. in der Buchhaltung und dem Controlling eine erfüllende Tätigkeit ausleben, während sich andere einer tagtäglichen Folter ausgeliefert fühlen. Manche brennen für Abenteuer, Adrenalin, Schlamm und Kälte und es macht ihnen Spaß in ihrer Freizeit klettern zu gehen oder Kajak zu fahren. Stundenlange Diskussionen zur Optimierung verschiedener Rucksackmodelle, immer stromschnittigere Kajakformen und effizientere Trainingsmethoden führen dort zu jauchzenden Begeisterungsexplosionen. Während bei den meisten Menschen das Wochenende und der Urlaub als periodische Erlösung aus der Arbeit wahrgenommen wird, kann bei gleichem ZDE die Arbeit schnell zum Hobby werden. Auch an den freien Tagen kommen so immer wieder Ideen auf, die man voller Spannung beim nächsten Arbeitstag in die Produktentwicklung einbringen möchte. Man es überhaupt nicht erwarten kann, bis endlich wieder Montag ist. Mit jeder neuen Erfahrung kommt man so seinen eigenen Big Five (z.B. den Kilimanjaro zu besteigen) ein kleines Stück näher. Natürlich lässt sich auf dieser Basis auch einfacher ein derartiges Produkt verkaufen, als wenn man schon beim Gedanken einen Berg zu erstürmen einen Schwächeanfall bekommt und den doofen Rucksack trotzdem an den Mann bringen muss.
Das klingt auf den ersten Blick sehr simpel und logisch. Aber mal ehrlich. Hast Du deinen Beruf aufgrund deiner Interessen oder doch eher des Gehalts gewählt? Bist Du Dir deiner Stärken bewusst, oder hat sich Dein Joballtag einfach aufgrund angelernter Fähigkeiten, Studium und Ausbildung ergeben? Stell Dir vor dein Job würde mit einer Deiner größten Leidenschaften im Einklang stehen. Wie viel produktiver und motivierter wärst Du an jedem Arbeitstag? wie viel weniger Zeit würdest Du gequält dasitzen und den Sekundenzeiger beobachten und wie viel konzentrierter und erfüllter Aufgaben erledigen? Ist das wirklich unmöglich, ein unerreichbarer Traum? Stell Dir vor Du hättest als Führungskraft ein Team aus derartigen Mitarbeitern! Kann man das erreichen?
Da in dem Unternehmen, dass John Strelecky in seinem Buch beschreibt, alle Mitarbeiter den gleichen ZDE wie das Unternehmen selbst verfolgen, arbeiten diese Menschen nicht für das Unternehmen, sondern mit dem Unternehmen und bestreiten eine gemeinsame Reise zur Erfüllung der gemeinsamen Ziele und der Big Five. Es gibt (2) keine Hierarchien, keinen Druck und Kontrolle der Arbeitsleistung. Die Produktivität ist trotzdem deutlich höher als bei anderen Unternehmen. Während man in einem durchschnittlichen Unternehmen als Arbeitnehmer etwa eine Produktivität von 68% erreicht, liegt diese beim Unternehmen von Thomas bei einem Wert von etwa 85%. Außerdem ist die Fluktuation deutlich niedriger. Dies bewirkt, dass nur etwa 5% der Belegschaft das Unternehmen jährlich verlassen wollen, um eine andere Stelle zu suchen. Hierdurch lässt sich die Produktivität ebenfalls erhöhen. Jeder der in seinem Leben bereits mehrere Arbeitnehmer und Arbeitsstellen hatte weiß, wie niedrig die Produktivität am Anfang ist, wenn man noch nicht eingelernt wurde, oder am Ende, wenn man vom Kopf her schon das Unternehmen verlassen hat (jeweils 3 Monate bei einer Produktivität von 50%). Nicht dazu gerechnet der Einfluss auf andere Kollegen, die zur Einarbeitung herangezogen werden müssen oder Kunden, die durch einen neuen Ansprechpartner möglicherweise ebenfalls eine andere Firma beauftragen. In Thomas Firma wird eine familiäre Unternehmenskultur aufgebaut, in dessen Umfeld Mitarbeiter alle Freiheiten und die Basis zur selbstständigen Arbeitsweise vorfinden und motiviert, ohne Wettbewerb, gemeinsam an den Zielen und ihren Big Five arbeiten.
In einem Teil der Geschichte vergleicht Thomas das Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter und Führungskräfte mit einem Papaya Hain. Wenn er jeden Samen dicht aneinander in einem kleinen Topf pflanzt. Dann wird es schon nach kurzer Zeit dazu führen, dass sich die ersten Triebe mit Ihren Blättern gegenseitig behindern und manche Pflanzen zu wenig Sonnenlicht abbekommen und eingehen. Die Wenigen, die sich durchsetzen, werden in dem kleinen Topf aber auch nicht ausreichend Nährboden vorfinden und nie zur stolzen Papaya Pflanze heranwachsen, die viele Früchte trägt. Zu viel Energie geht beim gegenseitigen Kampf um Platz, Nährstoffe und Sonnenlicht verloren. Wenn man aber schon früh die ersten zarten Pflänzchen in neue Töpfe setzt und ihnen das Umfeld schafft große Blätter zu bilden und ohne Konkurrenz zu wachsen, dann entstehen stolze starke Pflanzen. Setzt man diese nun mit anderen Pflanzen zusammen, auch zueinander in einem entsprechenden Abstand um, kann jede Pflanze genug Raum zur Entfaltung vorfinden. Gleichzeitig wird jede Pflanze von den umliegenden Blättern der Nachbarn mit zusätzlichem Wasser versorgt und vor zu viel Sonne und Sturm geschützt. Das führt dazu, dass der Hain noch mehr Früchte tragen und im gemeinsamen Schutz und der Zusammenarbeit sein volles Potential ausschöpfen kann. Dann bekommt man einige Papayas 😉
(3) Gib Deinen Mitarbeitern ein Umfeld sich zu entfalten und Ihr Potential auszunutzen. Folgende Regeln werden Führungskräften empfohlen:
- Zeige Deinen Mitarbeitern detaillierte Ziele auf und eine Messgröße, wie der Fortschritt zur Zielerreichung überprüft werden kann.
- Beteilige Deine Mitarbeiter direkt an der Lösungsfindung und gib Ihnen die Möglichkeit die Gesamtstrategie zu verstehen.
- Erkläre die genauen Regeln zur Zielerreichung, um Missverständnisse, Frust und falsche Lösungswege auszuschließen.
- Sorge dafür, dass die Lebensziele und der ZDE des Mitarbeiters im Einklang mit dem Ziel der Unternehmung sind.
- Entferne alle Mitarbeiter aus dem Team, die nicht im Einklang mit dem ZDE der Unternehmung stehen, Unruhe und Unzufriedenheit schaffen.
(2) Hattest Du heute einen schönen Museumstag?
Beim ersten Aufeinandertreffen fragt Thomas den bis dato noch fremden Passanten Joe an einem Bahnhof, ob dieser heute einen guten Museumstag hätte. Thomas stellt sich vor, wie er am Ende seiner Lebens durch ein Museum wandelt, dass alle entscheidenden Momente und Erlebnisse seines gesamten Lebens zeigt. Jeder schöne Moment, jedes besondere Lachen und die größten Erfolge würden dort in Form von Bildern oder ganzen Räumen ausgestellt, je nachdem wie viel Zeit und Bedeutung diese im Leben einnahmen. Andere Menschen können dieses Museum besichtigen und sich so einen eigenen Eindruck des Menschen machen, dessen Leben dort gezeigt wird. Natürlich werden dort auch alle Jahre der Ziellosigkeit, des Scheiterns, der Trauer und des Unglücks gezeigt. Wichtige Personen, die mal Deine Freunde waren und, aufgrund eines kleinen Streits den Du nicht verzeihen konntest, gehen mussten. Jeder zweifelnde Moment im Zimmer, als Du Dich an einen Traum erinnert hast, aber zu viel Angst hattest diesen zu erfüllen. Zahlreiche Situationen in denen Du im Streit Dinge sagtest, die den anderen Menschen verletzen sollten. Tage an denen Du undankbar, jammernd, voller Wut und fordernd durch die Welt gestampft bist und Dich nur von Innen gesehen hast.
Wie würdest Du dein aktuelles Leben in Form eines derartigen Museums sehen? Wärst Du stolz auf deine Räume, oder würdest Du die Besucher manches mal eher hektisch und peinlich berührt vom Betreten abhalten? Wie viele Räume würdest Du mit einem „Betreten Verboten“ Schild oder einem Schloss vor anderen Augen verstecken. Wie viele Tage würde man Dich mit der Chipstüte beim Schauen einer Serie sehen? Wir häufig dabei, voller Freude zu lachen und einem Menschen etwas gutes zu tun? Welches Gefühl löst es in Dir aus zu wissen, dass dieses Museum am Ende deines Lebens für immer dieses Bild von Dir verbreiten wird? Die Vorstellung wie zahlreiche Menschen am Wochenende in dein Museum strömen werden und ein kleines Mädchen den Vater fragt „warum hat dieser Mensch so gelebt und nichts geändert?“.
Zitat:
„Wenn wir Worte oft genug wiederholen,
dann glaubt unser Verstand, dass sie wahr wären“
John Strelecky
Thomas stellt daher gerne die Museumsfrage und versucht sich ständig von anderen Menschen inspirieren und auf neue Wege leiten zu lassen. Eine seiner Big Fives beschäftigt sich damit, anderen Menschen zu helfen und etwas in deren Leben zu verändern. Durch das Weitergeben von Wissen hat er das Gefühl, auch nach der eigenen Existenz noch eine Bedeutung zu haben. Er bringt gezielt Menschen zusammen, die durch ihre unterschiedlichen Lebenswege die Chance besitzen für den jeweils anderen den nötigen Impuls auszulösen und tief verwurzelte Ängste zu nehmen.
Thomas erinnert an die Big Five und daran, wie kurz das Leben ist. Regelmäßig schenkt er seinen Mitarbeitern kostenlos Bücher, von denen er überzeugt ist, dass sie in der Lage sind im Leben dieses Menschen etwas zu verändern. Zusätzlich gibt es in den Unternehmen von Thomas Restaurants und Reisebüros, völlige Flexibilität bei der Kinderbetreuung und Urlaubsplanung. Dies erzeugt viel Aufwand und zusätzliche Kosten, aber der Output, die Wirkung auf Zufriedenheit und Produktivität seiner Mitarbeiter ist enorm. Er will für diese Menschen neue Räume in deren Museen ermöglichen und erfüllt dadurch seinen eigenen ZDE.
(3) Sorge dafür, dass Du einer aufsteigenden Lebenskurve folgst
Eine der letzten entscheidenden Konzepte im Buch ist die Vorstellung einer Lebenskurve, die in einem ständigen auf und ab große Ähnlichkeiten zu einer Sinuskurve zeigt. Es wird immer schlechte und gute Tage geben und es wird nie möglich sein immer auf der erfolgreichen Seite der Kurve zu bleiben. Es wird immer zu einem pendeln zwischen diesen beiden Zuständen kommen. Mit diesem Wissen könnte man nun in den Tiefpunkten der Kurve verharren und darauf warten, dass es wieder aufwärts geht. Der Autor John Strelecky, in der Gestalt des fiktiven Unternehmers Thomas versucht nicht diesem auf und ab Einhalt zu gebieten. Er versucht die Kurve ansteigen zu lassen und so dafür zu sorgen, dass die Tiefpunkte auf einem immer höheren Niveau stattfinden, gleiches gilt für die Erfolge.
So kann jeder kleine Schritt in Richtung deiner Big Five zu einem langsamen Anstieg der Lebenskurve beitragen. Das Wissen welche großen Träume im Leben uns vorantreiben. Mache Dich Deiner Big Five bewusst, lebe nach dem Grundsatz am Ende durch Dein Museum zu streifen und zu erkennen, dass es nicht unendlich viele Gelegenheiten gab. Das Zeit leider ein sehr teures und seltenes Gut ist und man manche Räume nicht mehr umgestalten kann.
Zitat:
„Mann sollte das Ende immer zu erst schreiben„
John Strelecky
- Finde heraus welchen ZDE dein Leben haben soll und welche „Big Five“ dein Leben bestimmen könnten.
- Stelle auch anderen Menschen die Museumsfrage und lebe achtsam mit dem Wissen an dieses spätere Erbe deines Lebens.
- Denke als Führungskraft immer wieder ganz gezielt an den Papaya Hain und frage Dich, wie gut es den Pflanzen dort geht.
Stichwörter: Museumstag, Big Five, aufsteigende Lebenskurve, Unternehmertum, Führungspersönlichkeit, Papaya
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- Du bist verrückt (Veit Lindau)
- Seelengevögelt (Veit Lindau)
- Das Café am Rande der Welt (John Strelecky)
Fazit: Ich hoffe die Zusammenfassung hat Dir gefallen und Du entscheidest Dich dafür Dir diesem Buch ein paar entscheidende Momente voller Aufmerksamkeit zu widmen. Das Buch ist in einer schönen Geschichte geschrieben und die meisten Inhalte werden Dir in Form spannender und unterhaltsamer Konversationen dargelegt. Außerdem ist die Geschichte der beiden Freunde am Ende sehr emotional und das Ende bewegend geschrieben. Ganz klare Empfehlung und eines der wenigen Bücher, deren Ende mich wirklich ergriffen hat.
Besuche mich gerne auch auf meinem Diskussionsblog Time-Left.de
Danke für dein Interesse an diesem Blog,
David der Buchnomade
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